KI-generierte Kolorierung (ChatGPT)

Lüchow
Lange Straße (Am Marktplatz)
Datum: 10. Januar 2026

Torsten Schoepe: Das Bildexperiment mit der KI ist als Diskussionsgrundlage zu verstehen. Als nächsten Schritt habe ich die fünf farbigen Motive mit Adobe Firefly animieren lassen. Das Ergebnis ist frappierend. Es würde mich aber interessieren, wie diese Bearbeitungen durch die heutigen Optionen einer KI zu bewerten sind. Die Farben der Flagge am Wagen der Germania sind vermutlich aus der SW-Vorlage falsch interpretiert, wie auch viele andere Details. Gab es 1902 rote Regenschirme in Lüchow? Ich bitte um Feedback (siehe unter Kontakt).

Ein Zusammenschnitt der 5 Testclips kann bei Youtube aufgerufen werden.
Autor/-in:  Torsten  Schoepe
Quelle:  Torsten  Schoepe
Nutzungsrechte: Zur Klärung etwaiger Urheberrechte wenden Sie sich bitte an Torsten Schoepe, Plater Weg 4, 29439 Lüchow, e-mail torsten@schoepe.de. Wenn als Autor Torsten Schoepe angegeben ist, unterliegt die Abbildung besonderen Nutzungsrechten.
Archiv-ID: 65030
Kommentare
Wolfgang von der Heyde 12.01.2026
Hey Torsten, die Schieferwand am Haus Brünger war 1902 sicherlich auch nicht rot - aber ansonsten - sehr eindrucksvoll !
Gerd Schröder 14.01.2026
Wird ein Kohlebrikett durch Kolorierung schöner? Der Charme des Morbiden ist nicht zu toppen. Der Vergleich mit dem Original zeigt in der Vergrößerung menschliche Gesichter. Die ai generiert Zombies. Sicher gibt es für Profis bessere Bildbearbeitungstools - sind bestimmt unbezahlbar für Privatanwender. Handkolorierte Bildkarten und Fotos im W-A sind dagegen echte Hingucker. In Anlehnung an die Prinzen - da wird alles nur geklaut. Bei der Suche eines vergleichbaren Bildes im Netz bekam ich beim Zuschalten der ai prompt den von mir kurz zuvor geschriebenen Kommentar angezeigt. Zweifellos schöne neue Welt.
Andrea Orth 18.01.2026
Um es vorweg zu nehmen: Ich bin doch eher reserviert gegenüber KI und weiteren automatisierten Werkzeugen der Bildbearbeitung (Gleiches gilt für Texterfindung). Vor allem in Arbeitsbereichen des Dokumentierens und Archivierens. Willkommenen Nutzen von Bildbearbeitung sehe ich im Bereinigen von Bildbeschädigungen, im Schärfen von Details oder dem Herausschälen von Bildobjekten aus verdunkelten bzw. überbelichteten Bildpartien. Sobald aber eine automatisierte Bildbearbeitung oder gar die Animation mit Bewegung und Ton hinzukommen, entsteht eine neue Bild-Realität. Es wird fast wie Cinemascope. Man macht große Augen und lässt sich von Farben und Bewegung liebend gern hineinziehen in die Geschichte. Ungeübte Betrachterinnen und Betrachter nehmen es womöglich für bare Münze – selbst wenn mit „KI-generiert“ deklariert wird. Dokumentarinnen, Archivare, Historikerinnen haben dann wieder die Aufgabe, Erklärungen hinzuzufügen und zu gedanklichem Abstand zu raten. Selbst wenn die Regionalgeschichte weiß, dass die Wendländerinnen und Wendländer eine Vorliebe für lebhafte Farben in Tracht und Hausschmuck hatten, Karl Hennings nennt sie sogar „grelle“ Farben (K. Hennings, Das hannoversche Wendland, 1862), ist ein gewisses Maß an Skepsis angebracht. Erst mit dieser Haltung fallen Irrtümer der Automatisierung auf. – Oder soll man Verfälschungen sagen? Wo ist die Grenze? – Im Bild Archiv-ID 65028 ist das Banner der Schützengilde zu Lüchow in Grüntönen umgesetzt. Spätestens seit der jüngst veröffentlichen Chronik „450 Jahr Schützengilde …“ ist aber klar, dass das Banner Schwarz-rot-gold zeigt, aus historischen Gründen oder https://www.schuetzengilde-luechow.de. Wie vermeide ich nun, zur Spielverderberin zu werden? Die KI-Werkzeuge führen zum bewegten Bild, zum Film. Und eines Tages machen wir einen märchenhaften Film übers Wendland. So wird für mich ein Schuh daraus.
Kommentar hinzufügen
 Mit dem Speichern des Kommentars bin ich mit den Datenschutzbestimmungen einverstanden.